Skulpturengärten und künstlerisch gestaltete Parkanlagen haben eine reiche Tradition, die in Europa bis aufs römische Reich zurückgeht. Zur Kunstform erhoben wurde sie in der Renaissance und viele Beispiele zeugen noch heute von der Repräsentationslust barocker Fürsten. Neuinterpretationen der klassischen Gartenkunst sind seither in unterschiedlichsten Formen entstanden.
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Das besondere am Skulpturenpark Serpara liegt in seiner einzigartigen und persönlich geprägten Entstehungsgeschichte begründet. Hier ist die exemplarische Präsentation eines bildhauerischen Werkes in seinem Originalkontext durch den Künstler selber geglückt. Der Park ist ein Geheimtip. Natürlich ist er für Besucher geschaffen worden, er drängt sich aber nicht auf, sondern will entdeckt werden. Die Intimität der Anlage stellt sowohl für die Bewohner wie für die Gäste eine Herausforderung dar. Sie entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die Grenzen des Wohn- und Arbeitsbereich sind genau so fließend wie diejenigen zum Ausstellungsgelände, sogar die zwischen Kunst und gestalteter Natur verschwimmen. Feste Öffnungszeiten gibt es genau so wenig wie feste Arbeitszeiten und das Spektrum der Gäste entspricht in etwa der Artenvielfalt im Garten, die Besucher werden notabene vom Künstler selber durch die Anlage geführt. Wer will, erheischt auch schon mal einen Blick hinter die Kulissen.
Der Museums Park ist als dauerhafte Institution angelegt, die mit jährlichem Zuwachs durch die Aufstellung einiger neuer Arbeiten von Paul Wiedmer so wie durch Gastvorstellungen und Dauerleihgaben eingeladener Künstlerfreunde an Kontur gewinnen. Gleichzeitig wächst der botanische Garten als bezaubernde natürliche Staffage mit und verleiht der Anlage die Großzügigkeit, welche die Skulpturen erst ins richtige Licht setzt.